Arbeitssieg mit Luft nach oben – MSC Ubstadt-Weiher schlägt Taifun Mörsch mit 4:0
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Zusammenfassung
79'78'77'72'71'68'47'42'41'31'26'25'23'21'20'19'19'16'0,5'
Einen Tag nach Karfreitag und pünktlich zum Fastenbrechen stand in der Motoball-Arena in Weiher der zweite Spieltag der Saison 2026 an. Das Wetter zeigte sich diesmal von seiner besseren Seite – trocken und angenehm, also beste Bedingungen für einen intensiven Motoballnachmittag. Zuvor musste sich allerdings die Jugend des MSC Ubstadt-Weiher den Gästen aus Mörsch mit 0:5 geschlagen geben und konnte nicht an die starke Leistung der Vorwoche anknüpfen.
Bei den Senioren traf dann Erfahrung auf Jugend: Während die Gäste aus Mörsch – abgesehen von Kapitän Marcel Batrenik und Nationaltorhüter Pascal Grüssinger – mit einem sehr jungen Kader antraten, wirkte der Kader des MSC Ubstadt-Weiher an diesem Abend eher wie eine Invaliden-Truppe mit Baustellen. Jan Zoll kämpfte noch mit Rückenproblemen, Colin Gebel hat nach überstandener Erkältung noch schwer zu schnaufen, Luca Konrad fiel krankheitsbedingt komplett aus und Silas Harlacher musste weiterhin mit Knieproblemen passen. Und als wäre das nicht genug, ließ es sich Tim Pfeifer zeitgleich in Spanien nicht nehmen, sein Hako durch die Landschaft zu prügeln und das Fasten zu brechen.
Dennoch startete der MSC mit Sören Gerber im Tor sowie Jan Zoll, Dominik Hassis, Marco Weis und Kevin Gerber in die Partie – und übernahm sofort die Kontrolle. Die Hausherren ließen defensiv überhaupt nichts anbrennen, gewannen viele zweite Bälle und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Offensiv fehlte zunächst jedoch die letzte Konsequenz: Gute Ansätze waren da, doch die Abschlüsse blieben zu harmlos oder gingen knapp am Tor vorbei.
Erst kurz vor Ende des ersten Viertels kam Bewegung ins Spiel. Weis setzte sich über außen stark durch und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden – die logische Folge: Strafstoß. Zoll trat an, scheiterte zunächst am stark reagierenden Grüssinger, doch beim Abpraller war er zur Stelle und schob zur verdienten 1:0-Führung ein. Die Gäste hatten unmittelbar danach durch einen 16-Meter-Freistoß ihre erste echte Chance, doch Sören Gerber parierte sicher.
Im zweiten Viertel blieb das Bild ähnlich: viel Ballbesitz für den MSC, aber weiterhin zu wenig Ertrag. Nach einer Grünen Karte gegen Mörsch nutzte Weis die Überzahl eiskalt aus. Er nahm Tempo auf, zog über außen nach innen und setzte den Ball sehenswert in den Winkel zum 2:0. Kurz darauf hatte Kevin Gerber mit einem direkt geschossenen 16-Meter-Freistoß Pech, als der Ball von der Latte auf die Linie sprang und nicht über die Linie wollte. Bis zur Halbzeit ließ man weitere Chancen liegen und verpasste es, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen.
Im dritten Viertel kam Colin Gebel für Dominik Hassis, um über die rechte Seite neue Impulse zu setzen. Doch trotz mehrerer guter Möglichkeiten blieb es beim 2:0. Es fehlte immer wieder das letzte Quäntchen Präzision im Abschluss. Die Gäste kamen kurz vor Ende des Viertels noch einmal gefährlich vors Tor, doch Sören Gerber blieb im Eins-gegen-eins aufmerksam und verhinderte den möglichen Anschlusstreffer.
Im Schlussabschnitt kehrte Hassis wieder zurück aufs Feld, da Gebel noch nicht bei voller Kraft war. Ubstadt-Weiher drückte weiter, doch selbst mehrere 16-Meter-Freistöße fanden nicht den Weg ins Tor. Erst in der 77. Minute fiel die Entscheidung: Kevin Gerber kam verdeckt zum Abschluss, der Gästetorhüter sah den Ball zu spät – 3:0. Nur zwei Minuten später legte er nach und traf erneut aus der Distanz zum 4:0-Endstand.
Am Ende steht ein verdienter Heimsieg, bei dem vor allem die Defensive überzeugte und kaum etwas zuließ. Offensiv dagegen ließ man zu viele Chancen liegen. Oder wie ein Zuschauer treffend meinte: Die Chancenverwertung lag irgendwo zwischen Höpfner Helles 4,8 % vol. und Rotkäppchen Fruchtsecco 8,0 % vol. – also ausbaufähig.
Mit diesem Sieg bleibt der MSC Ubstadt-Weiher weiter auf Kurs, weiß aber auch, dass für die kommenden Aufgaben eine Steigerung im Abschluss notwendig ist.
Mannschaftsaufstellung
Tor: Pascal Adam, Sören Gerber
Feld: Jan Zoll (1), Dominik Hassis, Marco Weis (1), Kevin Gerber (2), Colin Gebel, Roman Betke, Luca Böser
Trainer: Sven Zoll und Silas Harlacher
Mechaniker: Malte Schulz und Sebastian Hingst