Staub, Sonne, Sieg – Ubstadt-Weiher marschiert souverän in die nächste Pokalrunde
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Zusammenfassung
80'72'67'62'61'60'54'50'34'32'28'20'16'14'12'10'9'1'
Wenn der MSC Ubstadt-Weiher nach Malsch reist, ist eines fast schon Tradition: sommerliche Temperaturen, trockener Boden und eine ordentliche Portion Staub in der Luft. Auch diesmal machte der Platz seinem Ruf alle Ehre – eine staubige Angelegenheit, aber immer noch besser als eine Schlammschlacht bei Regen. Denn der MSC Malsch ist nach wie vor der letzte Motoballplatz in der Südliga ohne Asphaltdecke und erinnert damit an die „guten alten Zeiten“.
Für den MSC Ubstadt-Weiher war es das erste Pokalspiel seit der letztjährigen Pause. Gespielt wird im K.O.-Modus ohne Rückspiel – und wie so oft blieb das erhoffte Heimspiel aus. Auch personell war die Lage angespannt: Silas Harlacher weiterhin verletzt, Sören Gerber privat verhindert, Pascal Adam und Jan Zoll krank. Colin Gebel und Marco Weis standen angeschlagen zumindest in Bereitschaft. Dennoch sollte es auf dem Papier eine klare Aufgabe werden, nachdem man das Ligaspiel gegen Malsch zuvor deutlich für sich entscheiden konnte.
Die Gäste begannen mit Luca Konrad im Tor sowie Tim Pfeifer, Dominik Hassis, Kevin Gerber und Luca Böser – und übernahmen direkt die Kontrolle. Nach knapp zehn Minuten setzte Böser zu einem Solo an, ließ mehrere Gegenspieler stehen und schob zur Führung ein. Nur eine Minute später folgte ein sehenswerter Treffer: Hassis brachte eine präzise Flanke auf den linken Fuß von Böser, der den Ball volley ins lange Eck setzte.
Malsch kam nur selten gefährlich vors Tor, ein 16-Meter-Freistoß landete sicher in den Händen von Konrad. Auf der anderen Seite nutzte Kevin Gerber eine freie Schusschance aus kurzer Distanz und erhöhte auf 3:0. Danach war erneut Böser zur Stelle, der sich ein weiteres Mal im Eins-gegen-eins durchsetzte und das 4:0 markierte. Kurz vor der Viertelpause setzte er noch einen drauf: Nach eigenem Abschluss blieb er dran, bekam den Abpraller vor die Füße und schob zum 5:0 ein.
Auch im zweiten Viertel blieb Ubstadt-Weiher tonangebend. Nach einem Zuspiel von Böser nahm Pfeifer Maß und hämmerte den Ball ins kurze untere Eck zum 6:0. Wenig später erhöhte Böser erneut, nachdem er von Hassis den Ball aufgelegt bekam.
Im dritten Viertel musste Böser zunächst vom Feld, da seine Maschine streikte. Für ihn kam Weis ins Spiel und zeigte direkt seine Qualität, als er frei vor dem Tor die Ruhe behielt und auf 8:0 stellte. Kevin Gerber erhöhte wenig später mit einem Solo auf 9:0.
Im Schlussabschnitt kam Roman Betke für Kevin Gerber ins Spiel, während Böser wieder zurückkehrte. Und der machte da weiter, wo er aufgehört hatte: Mit einem weiteren Solo erzielte er das 10:0 – und durfte sich damit sicher sein, dass die Kiste Bier nach dem Spiel auf ihn geht. Weniger Glück hatte an diesem Abend Hassis, der mehrfach am Pfosten oder am gut aufgelegten Torhüter der Gastgeber scheiterte. Dafür bewies er Übersicht und spielte den Ball auf Betke, der diesen mit links gefühlvoll über den Torhüter lupfte und sein erstes Tor zum 11:0 erzielte. Den Schlusspunkt setzte erneut Böser mit einem Solo zum 12:0-Endstand.
Defensiv ließ der MSC Ubstadt-Weiher kaum etwas zu. Luca Konrad war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde, und hielt seinen Kasten souverän sauber. Offensiv zeigte sich die Mannschaft spielfreudig, auch wenn sich vor allem Böser immer wieder entscheidend durchsetzen konnte.
Parallel blickte man gespannt nach Seelze, wo der nächste Gegner ermittelt wurde. Nicht ganz uneigennützig drückte man dem MSC Taifun Mörsch die Daumen, um sich die lange Reise nach Hannover zu ersparen. Und tatsächlich: Mörsch setzte sich durch, sodass es in der zweiten Pokalrunde am 05. Juni auswärts gegen den MSC Taifun Mörsch geht.
Mit diesem souveränen Auftritt zieht der MSC Ubstadt-Weiher verdient in die nächste Runde ein.
Mannschaftsaufstellung
Tor: Luca Konrad
Feld: Tim Pfeifer (1), Dominik Hassis, Marco Weis (1), Kevin Gerber (2), Colin Gebel, Luca Böser (7), Roman Betke (1)
Trainer: Sven Zoll und Silas Harlacher
Mechaniker: Marvin Lowinger und Tobias Knecht