Später Doppelschlag! MSC dreht das Spiel in Mörsch
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Zusammenfassung
77'76'71'70'69'69'67'67'66'64'61'60'58'46'40'34'31'31'30'27'24'20'19'19'14'9'8'1'
Nur eine Woche nach dem souveränen 1:6-Erfolg im Pokal war der MSC Ubstadt-Weiher erneut beim MSC Taifun Mörsch zu Gast. Mit dem klaren Pokalsieg im Rücken reiste Schwarz-Gelb durchaus mit breiter Brust an. Vielleicht war man sich der Sache sogar ein kleines bisschen zu sicher. Denn die junge Mannschaft des Taifun entwickelt sich von Spiel zu Spiel weiter und hatte sich für das Bundesliga-Duell sichtbar einiges vorgenommen. Zudem schnürte Trainer Ali Topkaya selbst noch einmal die Motoballstiefel, um seine Mannschaft mit seiner Erfahrung auf dem Feld zu unterstützen.
Der MSC Ubstadt-Weiher begann mit Luca Konrad im Tor sowie Jan Zoll, Dominik Hassis, Marco Weis und Kevin Gerber. Von Beginn an hatte der MSC mehr Ballbesitz und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Doch entweder fehlte die letzte Präzision oder der stark aufgelegte Torhüter der Gastgeber vereitelte die Chancen. Zusätzlich sorgten einige technische Probleme an den Motorrädern dafür, dass die Gäste nie richtig in ihren gewohnten Spielfluss fanden.
So kam es, wie es im Sport manchmal kommt: Der Taifun hatte im ersten Viertel praktisch nur eine echte Torchance – und nutzte diese konsequent. Nachdem Kevin Gerber eine Grüne Karte gesehen hatte, spielten die Gastgeber die Überzahl geduldig aus. Der Ball lief ruhig durch die Reihen, bis Batrenik die entscheidende Lücke fand und auf März ablegte. Dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und traf ins lange Eck zur 1:0-Führung.
Die Aufstellung blieb auch im zweiten Viertel unverändert. Der MSC drängte weiter auf den Ausgleich und wurde schließlich belohnt. Marco Weis kam aus rund elf Metern frei zum Abschluss. Der Torhüter sah den Ball erst sehr spät und konnte nicht mehr reagieren – der verdiente Ausgleich zum 1:1. Die Freude hielt allerdings nicht lange an. Praktisch im Gegenzug bekam der Taifun einen 16-Meter-Freistoß zugesprochen und verwandelte diesen direkt zur erneuten Führung. Während die Gastgeber ihre Chancen nutzten, ließ der MSC weiterhin einige gute Möglichkeiten liegen.
Im dritten Viertel kam Tim Pfeifer für Jan Zoll ins Spiel, der sowohl mit Problemen am Fuß als auch mit technischen Schwierigkeiten an seinem Motorrad zu kämpfen hatte. Pfeifer fügte sich sofort gut ein und half dabei, die Defensive stabil zu halten. Die Abwehr ließ nun kaum noch etwas zu, doch offensiv wollte der Ball weiterhin nicht ins Tor. So blieb das gesamte Viertel torlos.
Für die letzten 20 Minuten kehrte Jan Zoll mit einem Ersatzmotorrad auf das Feld zurück. Zwar war er noch angeschlagen, doch wer Jan Zoll kennt, weiß, dass Aufgeben für ihn keine Option ist. In der 67. Minute zeigte er genau das: Mit seiner typischen ruhigen Art schlängelte er sich durch die gegnerische Abwehr und schob den Ball zum viel umjubelten 2:2-Ausgleich ins Netz.
Nun war die Partie wieder völlig offen. Während die Gastgeber spürbar nachließen, erhöhte der MSC den Druck. Vier Minuten vor Schluss bekam Marco Weis den Ball und zog fast aus dem Stand ab. Der Schuss schlug unhaltbar im oberen rechten Winkel ein – ein Traumtor und gleichzeitig der 2:3-Führungstreffer für den MSC Ubstadt-Weiher.
Die letzten Minuten verteidigte Schwarz-Gelb leidenschaftlich und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Nach dem deutlichen Pokalsieg eine Woche zuvor war dieses Spiel deutlich schwieriger. Doch genau solche Partien machen am Ende oft den Unterschied aus. Trotz vieler vergebener Chancen, technischer Probleme und eines frühen Rückstands blieb die Mannschaft ruhig, glaubte bis zum Schluss an sich und belohnte sich mit einem verdienten Auswärtssieg.
Nach diesem Krimi heißt es nun erstmal durchschnaufen. Die Mannschaft hat ein spielfreies Wochenende vor sich, bevor es Ende Juni wieder weitergeht. Die Pause wird man nutzen, um die Akkus aufzuladen, kleinere Blessuren auszukurieren und die Motorräder wieder auf Vordermann zu bringen. Denn die Saison hat bereits gezeigt: Langweilig wird es beim MSC Ubstadt-Weiher garantiert nicht.
Mannschaftsaufstellung
Tor: Pascal Adam, Luca Konrad
Feld: Tim Pfeifer, Jan Zoll (1), Dominik Hassis, Marco Weis (2), Kevin Gerber, Roman Betke
Trainer: Colin Gebel
Mechaniker: Tobias Knecht & Sebastian Hingst