Derby-Gala in Weiher! MSC schickt Philippsburg zweimal mit 14:1 nach Hause
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Zusammenfassung
80'80'80'78'76'70'69'64'61'61'58'56'55'54'51'49'47'46'45'42'42'41'40'40'37'36'29'28'22'21'17'12'9'8'1'
Derbytime in der Motoball-Arena in Weiher! Bei bestem Motoballwetter und vor zahlreichen Zuschauern empfing der MSC Ubstadt-Weiher den MSC Philippsburg. Bereits die Jugend hatte zuvor mit einem starken 14:1-Sieg vorgelegt – trotz personeller Engpässe. Die Messlatte für die Senioren war also gesetzt. Und die lieferten anschließend ebenfalls eine echte Derby-Show ab.
Der MSC startete mit Luca Konrad im Tor sowie Tim Pfeifer, Dominik Hassis, Marco Weis und Luca Böser in die Partie und übernahm früh die Kontrolle. Nach einigen Minuten des Abtastens sah Hassis plötzlich die Lücke in der Philippsburger Defensive, zog aus rund elf Metern ab und brachte Schwarz-Gelb mit 1:0 in Führung. Kaum hatte sich der Jubel gelegt, setzte Böser zu einem Solo an, stand frei vor dem Torhüter und erhöhte auf 2:0. Nur wenige Minuten später hatte Böser erneut freie Schussbahn und ließ dem Gästetorwart beim 3:0 keine Chance.
Zum zweiten Viertel kam Jan Zoll für Marco Weis ins Spiel. Der Spielfluss blieb derselbe: viel Ballbesitz für den MSC Ubstadt-Weiher und eine Defensive, die kaum etwas zuließ. In der 22. Minute verlagerte Zoll stark auf die rechte Seite, wo Hassis mit links abschloss und auf 4:0 stellte. Danach ließ man allerdings einige gute Möglichkeiten liegen und verpasste es, die Führung schon früher weiter auszubauen.
Im dritten Viertel wurde erneut umgestellt. Nun standen Pascal Adam im Tor sowie Jan Zoll, Marco Weis, Kevin Gerber und Luca Böser auf dem Feld. Böser eröffnete den Durchgang direkt sehenswert, als er aus rund 16 Metern den Ball in den oberen Winkel jagte. Wenig später ließ er seinen Gegenspieler ins Leere rutschen, stand plötzlich frei vor dem Tor und schob zum 6:0 ein. Danach übernahm Kevin Gerber: Erst kam er über außen durch und platzierte den Ball im langen Eck, anschließend täuschte er clever an, ließ den Abwehrspieler aussteigen und traf frei vor dem Tor zum 8:0.
Im Schlussviertel kam Hassis wieder für Weis ins Spiel – und der MSC drehte offensiv nochmal richtig auf. Nach einem langen Ball von Zoll nahm Gerber auf der Außenbahn Tempo auf und erhöhte auf 9:0. Kurz darauf gewann Gerber den Ball und schickte Böser in den Konter, der eiskalt zum 10:0 einschob. Dann schlängelte sich Zoll seelenruhig durch die komplette Defensive und traf zum 11:0. Nach einem weiteren Ballgewinn schickte diesmal Hassis Böser auf die Reise, der das 12:0 folgen ließ. Besonders sehenswert war anschließend das 13:0: Böser spielte den Ball quer durch den gesamten 16-Meter-Raum auf Hassis, der den Ball mit links humorlos ins obere Eck hämmerte. Kurz vor Schluss bediente Gerber erneut Hassis, der diesmal mit rechts das 14:0 markierte.
Ganz ohne Treffer sollte Philippsburg dann aber doch nicht nach Hause fahren. In der letzten Sekunde bekam der Gast noch einen 16-Meter-Freistoß zugesprochen. Kapitän Nuri Arslan trat an und schlenzte den Ball leicht abgefälscht ins untere Eck zum 14:1-Endstand.
Und auch wenn der Ehrentreffer den „Zu-Null“-Sieg verhinderte, änderte das nichts an einem rundum souveränen Derbyauftritt. Besonders kurios: Sowohl die Jugend als auch die Senioren gewannen exakt mit 14:1 – das sieht man auch nicht alle Tage. Beide Siege gingen auch in dieser Höhe absolut in Ordnung. Die Defensive stand stabil und offensiv machte man ohne übermäßigen Aufwand konsequent seine Tore.
Doch nächste Woche wartet mit dem MSC Puma Kuppenheim ein ganz anderes Kaliber. Im sogenannten „Pumakäfig“ treffen die beiden bislang ungeschlagenen Teams aufeinander. Für den MSC Ubstadt-Weiher bietet sich dabei gleichzeitig die Chance, nach der Ligapokal-Niederlage im März einiges geradezurücken. Die Zuschauer dürfen sich auf ein echtes Spitzenspiel freuen.
Mannschaftsaufstellung
Tor: Pascal Adam, Luca Konrad
Feld: Tim Pfeifer, Jan Zoll (1), Dominik Hassis (4), Marco Weis, Kevin Gerber (3), Luca Böser (6)
Trainer: Sven Zoll und Silas Harlacher
Mechaniker: Malte Schulz und Tobias Knecht