Finale gebucht! MSC lässt den Comet abblitzen – und zieht mit 6:3 ins Pokal-Endspiel ein
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Zusammenfassung
79'75'74'69'66'65'61'57'53'52'49'47'47'45'40'40'38'36'32'28'24'19'18'15'1'
Schon wieder auswärts im Pokal! Auch im Halbfinale meinte es die Auslosung nicht gut mit dem MSC Ubstadt-Weiher und schickte Schwarz-Gelb zum MSC Comet Durmersheim. Ein Heimspiel blieb dem MSC damit in der bisherigen Pokalrunde weiterhin verwehrt. Diesmal wartete allerdings ein ganz anderes Kaliber: Der Comet ist direkter Verfolger in der Bundesliga und hatte dem MSC in den vergangenen Jahren schon mehrfach das Leben schwer gemacht. Nach der bisherigen Begegnung in dieser Saison war klar, dass beide Duelle innerhalb kurzer Zeit besonders richtungsweisend werden würden. Erst das Pokal-Halbfinale, eine Woche später das direkte Aufeinandertreffen um den zweiten Tabellenplatz. Zuckerschlecken sieht definitiv anders aus.
Bei bestem Motoballwetter und vor zahlreichen Zuschauern begann der MSC Ubstadt-Weiher mit Sören Gerber im Tor sowie Tim Pfeifer, Marco Weis, Kevin Gerber und Luca Böser. Zunächst war beiden Mannschaften anzumerken, was auf dem Spiel stand. Die ersten Minuten waren von gegenseitigem Abtasten und konzentrierter Abwehrarbeit geprägt. Eine der wenigen guten Möglichkeiten entstand nach einem schönen Zusammenspiel, an dessen Ende Weis zum Abschluss kam, jedoch am Torhüter der Gastgeber scheiterte. Auch einen 16-Meter-Freistoß von Kevin Gerber in der 18. Minute konnte der Schlussmann gerade noch ins Aus lenken.
Eine Minute später war er dann machtlos. Weis nahm aus rund 16 Metern Maß, sein Schuss wurde noch leicht abgefälscht und fand schließlich den Weg ins Netz – 0:1 für den MSC Ubstadt-Weiher und damit die verdiente Führung kurz vor der ersten Pause.
Die Startformation blieb auch im zweiten Viertel unverändert. Nach einer Grünen Karte gegen Durmersheim bot sich früh die Gelegenheit, in Überzahl nachzulegen, doch daraus konnte der MSC keinen Profit schlagen. Stattdessen nutzten die Gastgeber in der 28. Minute eine ungeordnete Situation. Zwei Spieler von Weiher lagen nach einer Aktion beide am Boden, Ring erkannte sofort die entstandene Lücke und traf zum 1:1-Ausgleich. Zu allem Überfluss musste Gerber anschließend aufgrund eines Defekts am Motorrad vom Feld, für ihn kam Dominik Hassis ins Spiel.
Doch statt den Faden zu verlieren, wurde Ubstadt-Weiher nun stärker. In der 36. Minute brachte Weis eine wunderschöne Flanke vor das Tor, Böser stand richtig und schob den Ball ins kurze Eck zur erneuten Führung. Nur zwei Minuten später zog Weis aus der Distanz ab und erhöhte auf 1:3. Und kurz vor der Halbzeit funktionierte das Zusammenspiel zwischen Weis und Böser gleich noch einmal: Weis brachte den Ball erneut präzise vor das Tor und Böser nahm ihn volley und beförderte ihn sehenswert ins lange Eck. Mit einer komfortablen 1:4-Führung ging es in die Halbzeit.
Zum dritten Viertel kam Kevin Gerber für Tim Pfeifer zurück ins Spiel. Damit standen vor Sören Gerber nun Hassis, Weis, Kevin Gerber und Böser auf dem Feld. In der 47. Minute bekam der MSC einen 16-Meter-Freistoß zugesprochen. Kevin Gerber nahm sich der Sache an und verwandelte direkt zum 1:5.
Durmersheim gab sich jedoch keineswegs geschlagen. In der 57. Minute schalteten die Hausherren nach einem Ballgewinn schneller um und nutzten den folgenden Konter zum 2:5. Insgesamt war nun zu spüren, dass bei Ubstadt-Weiher etwas Konzentration verloren ging. Defensiv stand die Mannschaft weiterhin stabil und ließ nur wenige Abschlüsse zu, im Angriff wurden die Aktionen dagegen zunehmend komplizierter und ungenauer. Mit drei Toren Vorsprung war deshalb die Vorgabe fürs letzte Viertel recht einfach: keinen Unsinn mehr machen, Führung sauber verwalten und das Finalticket eintüten.
Zum Schlussabschnitt übernahm Pascal Adam für Sören Gerber das Tor. Hassis hatte mit einem 16-Meter-Freistoß zunächst die Chance auf den nächsten Treffer, setzte den Ball jedoch knapp über die Latte. In der 65. Minute machte es Kevin Gerber besser: Er tankte sich durch die Durmersheimer Abwehr und schob den Ball gekonnt am Torhüter vorbei zum 2:6.
Kurios wurde es nochmals in der Schlussphase. Durmersheim kassierte innerhalb kurzer Zeit gleich zwei Grüne Karten und stand plötzlich nur noch mit zwei Feldspielern vier Ubstadt-Weiherern gegenüber. Eigentlich die perfekte Gelegenheit, das Ergebnis weiter auszubauen. Eigentlich. Stattdessen machte sich der MSC das Leben unnötig kompliziert und fand trotz doppelter Überzahl keinen Weg zum Tor. Ring zeigte auf Seiten des Comet, wie man in einer solchen Situation Zeit von der Uhr nimmt, hielt den Ball clever am Mann und wartete geduldig darauf, bis seine Mannschaft wieder vollständig war.
In der letzten Spielminute bekam Durmersheim noch einen 16-Meter-Freistoß zugesprochen. Der Kapitän der Gastgeber trat an und hämmerte den Ball ins obere rechte Eck zum 3:6-Endstand.
Und dann durfte gefeiert werden: Der MSC Ubstadt-Weiher steht im Pokalfinale! Grundlage dafür war einmal mehr eine starke Defensive, die über weite Strecken wie eine Bank stand und dem Comet nur wenige echte Möglichkeiten gestattete. Im Spiel nach vorne machte sich die Mannschaft das Leben dagegen zeitweise selbst schwer. Unnötige Ballverluste, komplizierte Aktionen und fehlende Konsequenz sorgten dafür, dass trotz guter Möglichkeiten nicht noch mehr Tore fielen. Aber ganz ehrlich: Das ist an diesem Sonntag Jammern auf hohem Niveau und hielt die Mannschaft am Boden. Im Pokal zählt am Ende nur eines – weiterkommen. Und genau das hat die Mannschaft mit einem verdienten 6:3-Auswärtssieg geschafft.
Lange aus dem Weg gehen können sich die beiden Mannschaften ohnehin nicht. Bereits am kommenden Sonntag, 30. August, geht es erneut nach Durmersheim. Um 12:30 Uhr trifft zunächst die Jugend auf den Comet, ehe um 15:00 Uhr die Senioren folgen. Dieses Mal geht es nicht ums Pokalfinale, sondern um wichtige Bundesligapunkte und insbesondere um den zweiten Tabellenplatz. Nach dem ersten erfolgreichen Teil des Durmersheimer Doppelprogramms ist also klar: Ein weiterer Sieg ist Pflicht!
Mannschaftsaufstellung
Tor: Pascal Adam, Luca Konrad, Sören Gerber
Feld: Tim Pfeifer, Dominik Hassis, Marco Weis (2), Kevin Gerber (2), Colin Gebel, Roman Betke, Luca Böser (2)
Trainer: Sven Zoll und Silas Harlacher
Mechaniker: Malte Schulz und Jan Zoll