Pokal-Mission erfüllt! MSC lässt dem Taifun keine Chance
-
Zusammenfassung
80'80'79'74'70'61'61'57'56'54'53'52'50'48'48'46'38'36'31'28'25'22'19'18'14'13'9'6'5'2'1'
Auch in Malsch hatte der MSC Ubstadt-Weiher bereits eine starke Leistung gezeigt, musste dort jedoch mit deutlich schwierigeren Voraussetzungen zurechtkommen. In der zweiten Pokalrunde fand der MSC nun nahezu optimale Bedingungen vor und konnten daran nahtlos anknüpfen. Die Voraussetzungen waren nahezu perfekt: Sonnenschein, angenehme Temperaturen, ein bestens präparierter Asphaltplatz und ein Kader, der – abgesehen von den Langzeitverletzten – wieder nahezu komplett zur Verfügung stand. Doch auch der Gegner hatte es in sich. Der MSC Taifun Mörsch entwickelt sich mit seiner jungen Mannschaft von Spiel zu Spiel weiter und gerade im Pokal, wo eine einzige Niederlage das Aus bedeutet, sind Überraschungen bekanntlich nie ausgeschlossen.
Der MSC Ubstadt-Weiher begann mit Luca Konrad im Tor sowie Jan Zoll, Marco Weis, Kevin Gerber und Luca Böser. Von Beginn an entwickelte sich ein konzentrierter Auftritt der Gäste. Nach jeweils einem entschärften 16-Meter-Freistoß auf beiden Seiten setzte Ubstadt-Weiher das erste Ausrufezeichen. Böser nahm sich aus rund 16 Metern ein Herz, erwischte den Nationaltorhüter des Taifun auf dem falschen Fuß und brachte seine Farben mit 0:1 in Führung. Wenige Minuten später legte Zoll stark auf Böser ab, der den Ball mit links gekonnt ins lange Eck schob und auf 0:2 erhöhte. Als dann ein Zuspiel den freistehenden Kevin Gerber fand, ließ dieser sich nicht zweimal bitten und hämmerte den Ball zum 0:3 ins Netz. Kurz darauf musste Böser wegen eines Problems an seinem Motorrad kurzzeitig vom Feld. Für ihn kam Dominik Hassis ins Spiel, doch auch mit der neuen Formation brannte in der Defensive nichts an und die Führung zur ersten Pause war absolut verdient.
Im zweiten Viertel kehrte Böser zurück. Der MSC kontrollierte nun das Spielgeschehen nahezu komplett. Bereits an der Mittellinie wurden viele Angriffe der Gastgeber unterbunden und nach Ballgewinnen ließ man den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Für ihre sonst oft etwas überhasteten Abschlüsse bekannt, zeigte sich die Mannschaft diesmal bemerkenswert geduldig und suchte konsequent die besseren Abschlusspositionen. In der 31. Minute belohnte sich die Mannschaft für ihre starke Leistung, als Jan Zoll einen verdeckten Schuss aus rund 16 Metern mittig unter die Latte setzte und auf 0:4 erhöhte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ubstadt-Weiher die spielbestimmende Mannschaft. Als der Kapitän der Gastgeber die Grüne Karte sah, nutzte der MSC die Überzahl eiskalt aus. Kevin Gerber bekam aus rund elf Metern freie Schussbahn und jagte den Ball kompromisslos ins obere rechte Eck zum 0:5. Wenig später musste Böser selbst für zwei Minuten vom Feld, doch selbst in Unterzahl blieb der MSC gefährlich. Marco Weis setzte sich über die Außenbahn durch und erhöhte auf 0:6.
Zum Schlussviertel kamen Pascal Adam für Luca Konrad ins Tor und Dominik Hassis für Luca Böser ins Spiel. Auch die frischen Kräfte fügten sich nahtlos ein und sorgten für weitere gute Aktionen. Vor dem Tor fehlte allerdings mehrfach das letzte Quäntchen Glück, sodass die Führung nicht weiter ausgebaut werden konnte. In der Schlusssekunde gelang den Hausherren nach einem 16-Meter-Freistoß noch der Ehrentreffer. Der Schütze entdeckte eine kleine Lücke in der Mauer und schlenzte den Ball zum 1:6-Endstand ins Netz.
Besonders beeindruckend war an diesem Abend die geschlossene Mannschaftsleistung. Der MSC Ubstadt-Weiher ließ defensiv kaum etwas zu, kämpfte um jeden Ball und trat über die gesamten 80 Minuten als echte Einheit auf. Die Zuschauer sahen eine konzentrierte und reife Vorstellung, die Lust auf die kommenden Wochen macht.
Und lange warten muss man darauf nicht: Bereits am kommenden Freitag steht die nächste Reise nach Mörsch an. Dann allerdings nicht im Pokal, sondern in der Bundesliga. Anpfiff ist erneut um 19:00 Uhr – und natürlich möchte der MSC dort direkt an diese starke Leistung anknüpfen.
Mannschaftsaufstellung
Tor: Pascal Adam, Luca Konrad
Feld: Tim Pfeifer, Jan Zoll (1), Dominik Hassis, Marco Weis (1), Kevin Gerber (2), Roman Betke, Luca Böser (2)
Trainer: Sven Zoll und Colin Gebel
Mechaniker: Tobias Knecht